In rund zwei Jahren – Ende 2016 – wird VW ein speziell für die USA entwickeltes, in Tennessee gebautes und knapp fünf Meter langes SUV auf den Markt bringen. Schon auf der Detroit Motor Show 2013 gab der Hersteller mit dem CrossBlue einen ersten Ausblick auf das siebensitzige SUV, das als „Baureihe“ auf den Markt kommen soll. Auf der 2015er Show in Detroit zeigt man nun mit dem VW Cross Coupé GTE Concept einen weiter entwickelten Ausblick auf die Design-Sprache des neuen SUV. Vor allem die Front des hier gezeigten, allerdings nur 4,85 Meter langen Modells sollten sich die Amis schon einmal ganz genau anschauen.

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Hybrid-Antrieb mit 360 PS

Wie es sich für ein anständiges Concept-Car des Jahres 2015 gehört, wird auch das VW Cross Coupé GTE Concept von einem Hybrid-System angetrieben. Die Arbeit teilt sich der bekannte 3.6 FSI (280 PS, 350 Nm) mit zwei Elektromotoren (40 kW und 220 Nm vorn, 85 kW und 270 Nm hinten). In der Summe stehen 360 PS bereit, je nach Wunsch werden nur die Vorderräder, nur die Hinterräder oder alle vier Räder angetrieben. Im besten Falle geht es entweder in 6,0 Sekunden bis 96 km/h (60 mph) und weiter bis 209 km/h Topspeed oder rein elektrisch bis zu 32 Kilometer weit. Gespeist wird der elektrische Antrieb dabei von einer Lithium-Ionen-Batterie mit eine Kapazität von 14,1 kWh. Platziert ist die im Kardantunnel, die Kraftübertragung an die hinteren Räder erfolgt rein elektrisch.

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Fünf Antriebsmodi stehen zur Wahl

Je nach Zielsetzung kann das VW Cross Coupé GTE Concept in den Modi „E-Mode“, ,„Hybrid“, „GTE“, „Offroad“ und „Battery Hold / Battery Charge“ bewegt werden.

„E-Mode“. Dank der Lithium-Ionen-Batterie im Mitteltunnel ist das Cross Coupé GTE wie beschrieben über eine Distanz von bis zu 20 Meilen (32 Kilometern) rein elektrisch unterwegs. Im E-Mode, der via Tastendruck bewusst vom Fahrer aktiviert wird, sorgt allein der 85 kW starke E-Motor der Hinterachse für Vortrieb. Beim rein elektrischen Fahren wird der V6 FSI durch das Öffnen der Kupplung vom Antriebsstrang getrennt und abgeschaltet. Sobald der Sechszylinder aufgrund des Ladezustands der Batterie oder anderer Parameter wieder eingebunden werden soll, koppelt er sich ruckfrei und binnen Sekundenbruchteilen erneut in den Antriebsstrang ein. Für die Energieversorgung der Elektromotoren ist eine Lithium-Ionen-Batterie mit einem Energiegehalt von 14,1 kWh zuständig. Eine im vorderen Motorraum integrierte Leistungselektronik managt den Hochvoltenergiefluss von und zur Batterie beziehungsweise zu den Elektromotoren. Das Bordnetz wird via DC/DC-Wandler mit einer Spannung von 12 Volt versorgt. Aufgeladen wird die Batterie über externe Stromquellen oder während der Fahrt.

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„Hybrid“. Standardmäßig startet die Studie im Modus „Hybrid“. Das Cross Coupé GTE ist dabei ein klassischer Vollhybrid, der beim Verzögern via Rekuperation die Batterie lädt und je nach Antriebssituation automatisch den FSI und / oder die E-Maschine nutzt. In diesem Modus wird der Ladezustand der Batterie auf einem konstanten Wert gehalten; dies kann der Fahrer durch die „Battery-Hold-Funktion“ auch aktiv beeinflussen.

„Segeln“. Sobald der Fahrer vom „Gas“ geht und die Batterie ausreichend geladen ist, werden alle Motoren abgeschaltet und vom Antriebsstrang entkoppelt. In diesem Fall ist vom „Segeln“ die Rede. Hierbei werden ebenfalls keine Emissionen erzeugt.

„Rekuperationsmodus“. Geht der Fahrer vom Gas respektive bremst, ohne dass die Batterie ausreichend geladen ist, arbeiten beide Elektromotoren als Generatoren und speisen die beim Bremsen gewonnene Energie in die Lithium-Ionen-Batterie ein. Der FSI ist auch in diesem Fall abgeschaltet und abgekoppelt.

Fahren mit dem FSI. Sorgt allein der Benziner für Vortrieb, ist die Studie ein reiner Fronttriebler. Dabei gilt: Dank der effizienten Technologie des Sechszylinder-Direkteinspritzers ist das Cross Coupé GTE auch jetzt noch sehr sparsam.

„GTE“. Über die GTE-Taste wechselt der Fahrer in den GTE-Modus und aktiviert damit die besonders agile Seite der Studie. Gaspedal-, Getriebe- und Lenkungskennlinie sind nun noch sportlicher. Darüber hinaus arbeiten der FSI und die E-Maschinen im „GTE-Modus“ beim „Boosten“ zusammen, um die volle Systemleistung und das größte maximale Systemdrehmoment abzurufen.

„Offroad“. Besondere Bedeutung hat naturgemäß bei einem SUV der Antriebsmodus „Offroad“. Sobald der Fahrer diesen Modus aktiviert, sind immer alle vier Räder im Spiel. In diesem Fall und bei niedriger Batterieladung fungiert der nun via V6 FSI mit Energie versorgte vordere Elektromotor allein als Generator und damit als Stromquelle für sein Pendant an der Hinterachse. Da die Energie zum Antrieb der Hinterachse by wire und nicht mechanisch fließt, ist von einer „elektrischen Kardanwelle“ die Rede. Aufgrund der Tatsache, dass der FSI im Offroad-Modus über den vorderen E-Motor den hinteren antreibt, funktioniert der Allradantrieb auch bei niedrigem Ladestand der Batterie. Auch als Version mit Plug-In-Hybridantrieb ist das Cross Coupé damit ein geländetauglicher SUV.

„Battery Charge / Battery Hold“.. Der Doppelmodus „Battery Hold“ (Energiegehalt der Batterie bleibt konstant) respektive „Batterie Charge“ (Batterie wird während der Fahrt geladen) wird über ein Untermenü im Infotainmentsystem aktiviert. Er dient dazu, zum Beispiel am Zielort in einer Stadt bewusst rein elektrisch („E-Mode“) und damit ohne Emissionen unterwegs zu sein.

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