Der California ist das erfolgreichste Reisemobil seiner Klasse, eine automobile
Lebenseinstellung, ein Plädoyer für die Freiheit. Über vier Generationen wurden
bislang 157.500 California verkauft. Ein wichtiges Detail verbindet dabei die
Modelle von heute mit dem T3 der ersten Generation: das Aufstelldach. Ein Zelt
in fast zwei Metern Höhe. Mehr braucht es nicht, um als California-Reisender wo
auch immer auf der Welt zu sagen: „Home is where we park our camper“.

Retrospektive – die Ursprünge des California
Die Geschichte des California beginnt 1988 mit einem Reisemobil-Sondermodell
auf der Basis der Transporter-Generation T3. Im Spätsommer wird dieser erste
California auf dem Caravan Salon in Essen präsentiert. Es ist ein Jahr, durch das
Whitney Houston die Globetrotter via Autoradio mit „One Moment in Time“
begleitet und Tom Cruise zusammen mit Dustin Hoffman in „Rain Man“ brilliert.
In Deutschland ist Helmut Kohl Kanzler und in den USA Ronald Reagan
Präsident.

Bestellt werden kann der erste California in den zwei Farben „Pastellweiß“ und
„Marsalarot“. Die Interieur-Designer zeigen mit der weißgrauen und klar
gestalteten Küchenzeile Stilbewusstsein. 39.900 DM kostet das Reisemobil. Der
attraktive Preis, clevere Detaillösungen und die unverwüstliche Technik des Bulli
machen den California sofort zum Bestseller – bereits im ersten Jahr sind 5.000
Exemplare verkauft. In der Folgezeit entwickelt sich der California vom
Sondermodell zur eigenen Modellreihe, wird immer beliebter und überzeugt in
nur drei Jahren 22.000 Reisemobilisten.

Der Wechsel vom T3 zum T4 gleicht im August 1990 einer technischen
Revolution. Denn nach vier Jahrzehnten heckgetriebener Transporter mit
Vierzylinder-Boxermotoren drehen die Nutzfahr-zeugspezialisten von
Volkswagen den Spieß einfach um: Sie setzen den Motor nach vorn und treiben
von dort aus die Vorderachse an. Damit ändert sich alles: das Design, das
Fahrwerk, die Motoren und das Raumangebot. Vor allem im Heck gibt es nun
deutlich mehr Platz. Und den nutzt der 1990 startende California T4 perfekter als
jedes andere Reisemobil dieser Zeit aus. Slogan der Anzeigenmotive zur
Markteinführung: „Hotel California. Ruhige Lage, komfortable Ausstattung,
Panorama garantiert.“ Eine Anspielung an den Song der Eagles und das darin
besungene Hotel in West-Hollywood. Wie „Hotel California“ wird auch der
California T4 ein Hit und verkauft sich bis 2003 in rund 39.000 Exemplaren.

Kultstatus – der California T6 als Schnittstelle zur Zukunft
Es folgt mit dem T5 eine neue Komfortdimension der kompakten Reisemobile.
Und doch bleibt auch dieser California dem innovativen Raumkonzept des UrCalifornia
treu. Rund 55.000 mobile Menschen entscheiden sich bis 2015 für
einen California T5, der längst der erfolgreichste Camper-Van seiner Klasse ist.

Noch 2015 folgt der California T6; er stößt mit seinen zahlreichen
Assistenzsystemen und maximaler Konnektivität die Tür in die Zukunft der
Reisemobile auf. Auch dieser California wird zum Bestseller und bricht 2017 mit
15.155 Neuzulassungen den Jahresrekord der Modellreihe.
Fakt ist, dass die California von einst niemals zu gewöhnlichen Gebrauchtwagen
wurden, sondern zu Klassikern ihrer Epochen reiften. In Deutschland erhalten die
ersten California T3 gerade den Oldtimer-Status und damit das H-Kennzeichen.
Die Chancen stehen gut, dass auch die folgenden Generationen in diese Hall of
Fame der Klassiker aufgenommen werden. Denn alle California – ganz gleich ob
Baujahr 1988 oder 2018 – besitzen Kultstatus. Und der ist zeitlos.

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